L I E D E R K R A N Z

( Chronik )

Chronik des Liederkranzes Eintürnen

Im Winter des Jahres 1906 sammelten sich auf Anregung des Herrn Lehrer Raißle um die männlichen Mitglieder des Kirchenchores Eintürnenberg noch andere sangeslustige Männer und Jünglinge zur Pflege des Volksgesangs. Jede Woche wurde mindestens eine Probe abgehalten, und der Eifer der Mitglieder war ein lobenswerter, darum auch der Fortschritt ein zusehender. Als Gesangbuch wurde vorerst der "Heim" angeschafft. Öffentlich ließ sich die Sangesschar hören am Geburtstagsfest seiner Majestät des Königs von Württemberg und am Pfingstmontag, was allgemeinen Anklang fand. Nachdem allmählich die Sangesschar auf 18 Mitglieder angewachsen war, wurde beschlossen, einen Verein zu gründen, und dieser Beschluß wurde am 13. Juli 1907 zur Ausführung gebracht. Der Verein nennt sich:

" LIEDERKRANZ EINTÜRNEN "

In den Statuten wurde unter anderem unter §3 folgender Satz aufgeführt: "Zur Aufnahme in den Verein ist ein unbescholtener Charakter erforderlich". Als Vorstand wurde Josef Nessensohn gewählt. Schriftführer wurde Josef Leiprecht und zum Kassier wurde Josef Uhl gewählt.

Bei der 1. Generalversammlung am 26. Juli 1908 wurde Josef Leiprecht zum Vorstand gewählt und verwaltete dieses Amt bis zu seinem Tod am 14. August 1926.

Bei der 4. Generalversammlung am 7. Mai 1911 wurde beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen, welche dann am 17. Juni von der Firma Neff aus Biberach zum Preis von 420 DM geliefert, und am 23. Juni 1911 eingeweiht wurde. Fähnrich war Georg Kimpfler. Bis zur vollständigen Bezahlung der Vereinsfahne war es jedem Mitglied untersagt, aus dem Liederkranz auszutreten.

Am 20. Mai 1920 wurde der Verein in den Oberschwabengau des Schwäbischen Sängerbundes aufgenommen. Der Beitrag betrug damals 4 DM.

Anläßlich des 60-jährigen Jubiläums des Liederkranzes Bergatreute beteiligt sich der Liederkranz Eintürnen mit 20 Sängern am Wertungssingen und erhält für den Vortrag "Morgenruf" ein gute Bewertung.

Bei einer außerordentlichen Versammlung im Schullokal wurde am 18. September 1926 Josef Schlachter nach dem Tod von Josef Leiprecht zum neuen Vorstand gewählt.

Am 3. November 1927 übernimmt Hauptlehrer Failer für 11 Jahre den Dirigentenstab im Liederkranz.

Bei der 17. Generalversammlung im Jahre 1928 tritt ein bemerkenswerter Beschluß auf. Es scheint auch damals schon einen schlechten Probenbesuch gegeben zu haben. Allerdings wurde diesem schnell abgeholfen, indem folgender Beschluß gefaßt wurde: " Wer einmal unentschuldigt fehlt, wird bei der nächsten Generalversammlung namenlos vorgelesen. Wer zweimal unentschuldigt fehlt, wird mit Namen vorgelesen. Wer dreimal fehlt, zahlt eine Mark in die Vereinskasse, und wer viermal fehlt wird aus dem Verein ausgeschlossen. "

Bei der 19. Generalversammlung am 23. November 1930 gab es einen Vorstandswechsel. Der bisherige Schriftführer Albert Hafner wird zum Vorstand gewählt, und verwaltete dieses Amt 19 Jahre lang.

Am 14. August 1932 feierte der Liederkranz mit 34 Sängern sein 25-jähriges Jubiläum. Am Festkonzert beteiligten sich die Chöre aus Alttann, Kißlegg, Molpertshaus, Wolfegg und Wurzach.

Am 20. Januar 1938 wird die Chorleitung durch Geigenlehrer Echteler besetzt, welcher mit dem Zug von Legau nach Wolfegg kam, und von dort aus zu Fuß zur Probe kam. Anmerkung: "Wann fuhr damals der letzte Zug von Wolfegg nach Legau?"

Infolge des 2. Weltkrieges gingen dem Liederkranz viele Sangesbrüder verloren, wodurch der Chor laut Protokoll nicht mehr singen konnte.

Von 1940 bis 1948 war Alois Leiprecht aus Weitprechts Chorleiter des Liederkranzes, und am 5. Juli 1949 wurde Lehrer Failer erneut einstimmig zum Dirigenten gewählt.

Im Anschluß an eine Singstunde fand am 27. September 1949 bei Wirt Buchbinder eine Neugründungs-versammlung statt. Dabei wurde Franz Utz zum Vorstand gewählt. Schriftführer wurde Erwin Ornberger und Kassier wurde Alois Bott. Der Ausschuß wurde durch Zuruf bestimmt, und zwar bestand er dann aus Johann Georg Kimpfler, Reinhard Buchbinder, Alois Binzer, Xaver Kempter, Franz Josef Brauchle und Heinrich Weber. Fähnrich wurde Bendikt Schnitzer, Fahnenbegleitung Konrad Binzer und Albert Haller.

 

Genehmigungs-Bestätigung der Neugründung

Am 3. November 1949 schaffte der Liederkranz Eintürnen eine Theaterbühne an, welche in Rottenburg zum Preis von 950 DM abgeholt wurde und im Gasthaus "Ochsen" in Weitprechts aufgestellt wurde. Erwähnt werden muß auch an dieser Stelle, daß vom Liederkranz das Kulturgut "Laienschauspiel" gepflegt wurde. Es war schon Tradition, daß von den Chormitgliedern fast jedes Jahr ein Volksstück zur Aufführung gebracht wurde. Dabei sind besonders gut angekommen die Stücke "Die Geierwally" und "Alpenglühn". Jung und alt waren jedesmal begeistert von den schauspielerischen Leistungen der mirtwirkenden Sängerinnen und Sänger. Leider ist auch dieser althergebrachte Brauch ein Opfer unserer heutigen Zeit geworden.

Beim Bezirkssängerfest am 4. Juni 1950 beteiligt sich der Liederkranz mit dem Lied "Waldesruh" und erhält für den Vortrag der 34 Sänger eine sehr gute Bewertung durch Schulrat Mehrle.

Von 1957 bis 1962 leitete Josef Schmidutz als Vorstand den Liederkranz Eintürnen, und ab 28. Januar 1962 wurde wieder Franz Utz Vorstand.

Am 1. Mai 1962 wurde der langjährige Dirigent Wilhelm Failer nach 13-jähriger Chorleitertätigkeit verabschiedet. Sein Nachfolger wurde am 12. November 1963 Hauptlehrer Alexander Pusch.

Nachdem der langjährige Vorstand Franz Utz im Jahre 1966 verstarb, wurde bei der 41. Generalversammlung am 15. Januar 1967 erneut Josef Schmidutz zum Vorstand des Liederkranzes gewählt.

Da es für den Liederkranz erhebliche Nachwuchsprobleme gab, fand auf Anregung von Hauptlehrer Pusch am 21. Januar 1967 die erste Singstunde des Liederkranzes als "Gemischter Chor" statt. Es waren 44 Sängerinnen und Sänger, je 11 Personen auf die Stimme verteilt, anwesend. Im Protokollbuch ist weiter zu lesen: "Es hat den Anschein, die tatkräftige und kluge Arbeit unseres Dirigenten hat dem Liederkranz Eintürnen den Rückgrat, wie man sagt, für viele Jahre gestärkt".

 

Am 22. Oktober 1967 konnte der Liederkranz sein 60-jähriges Jubiläum feiern. Da an der Kirche noch Renovierungsarbeiten im Gange waren, mußte der Festgottesdienst im Schulsaal abgehalten werden. Der Liederkranz sang die "Deutsche Messe" von Schubert. Die Festpredigt von Pfarrer Spieß stand unter dem Leitspruch: "Bist du traurig, dann bete - bist du aber froh, dann singe!" Bei der abendlichen Feier im Ochsen wurden verdiente Sänger geehrt.

Am 26. Juli 1970 wurde Herr Pusch, welcher nach Alzey zog, als Dirigent vom Liederkranz verabschiedet. Von dieser Zeit an gab sich der Liederkranz mit Gastdirigenten zufrieden. Für längere Zeit waren Franz Ott aus Wolfegg und Otto Hengler aus Übendorf als Dirigenten tätig. Auch Markus Birkenmaier und Sepp Osswald sprangen immer wieder ein. Ebenfalls war Herr Heizmann aus Bad Wurzach als Chorleiter tätig.

Bei der 46. Generalversammlung am 9. Januar 1972 wird Alois Bott zum neuen Vorstand gewählt. Seine momentane Hauptaufgabe bestand darin, wieder einen festen Chorleiter für den Liederkranz zu finden.

Am 19. Oktober 1973 wurde im Vorraum der Turnhalle die erste Singstunde mit Herrn Günther Wolf aus Waldburg abgehalten, in der Hoffnung, wieder für mehrere Jahre mit einem festen Chorleiter versorgt zu sein.

Das erste Konzert unter der Leitung von Günther Wolf fand am Ostersonntag 1974 statt. Es war dies ein Gemeinschaftskonzert mit dem Musikverein Eintürnen. Günther Wolf scheute sich nicht, den Liederkranz auch mit Orchesterbegleitung auftreten zu lassen. Nach vielen mühevollen Singstunden fand am 1. Weihnachtsfeiertag 1975 in der Turn- und Festhalle ein Weihnachtskonzert mit Chor und Orchester statt.

Am 17. September 1977 konnte der Liederkranz Eintürnen in der Turn- und Festhalle sein 70-jähriges Jubiläum feiern. Als Gastchöre waren die Gesangsvereine aus Reute, Molpertshaus, Alttann und Bergatreute anwesend. Da seitens des Oberschwabengaus keine Vertretung erschienen war, mußten Vorstand Alois Bott und Chorleiter Günther Wolf die Ehrungen verdienter Sänger vornehmen.

Sein erstes Kirchenkonzert führte der Liederkranz mit Orchesterbegleitung und Mitwirkung von Solisten am 17. Dezember 1978 auf.

Aufgrund länger anhaltenden Uneinigkeiten betreffs der Finanzierung des Chorleiters von Seiten des Kirchenchors und des Liederkranzes konnte man sich nach einer längeren Sitzung am Mittwoch 11. April 1979 im Pfarrhaus darüber einigen, daß der Chorleiter je zu 50% von Liederkranz und Kirchenchor bezahlt wird, und daß es ab dem Pfingstkonzert nur noch gemeinsame Proben gibt, was wiederum heißt, daß der Liederkranz und Kirchenchor ein Verein ist.

Infolge einer intensiven Werbeaktion von Sangesbruder Markus Schmid und langer, mühevoller Proben-arbeit von Chorleiter Günther Wolf konnte am 2. Dezember 1979 der Adventsgottesdienst mit Vorträgen des neuerwählten Jugendchores musikalisch umrahmt werden. Anmerkung: "Der Liederkranz hatte schon unter der Leitung von Günther Wolf drei Jahre lang einen Jugendchor, der allerdings nicht beim Oberschwabengau gemeldet war".

Nach einer 8-jährigen Vorstandszeit von Alois Bott wurde bei der 54. Generalversammlung am 12. Januar 1980 wird das langjährige Ausschußmitglied Franz Bucher zum neuen Vorstand des Liederkranzes gewählt.

Ein weiteres Kirchenkonzert mit Chor, Orchester und Solisten wurde am 8. November 1981 aufgeführt. Beim Stehempfang nach dem Konzert gab es Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Sängern und dem Chorleiter, was schließlich zu einer Kündigung von Günther Wolf führte.

Bei der Generalversammlung am 17. Januar 1982 wurde sich der Verein bewußt, daß dem Chor das 75-jährige Vereinsjubiläum bevorsteht, und der Liederkranz aufgrund der Kündigung von Günther Wolf keinen Chorleiter in Aussicht hat. Bei einer Abstimmung im Chor waren dann 67% der Chormitglieder für eine Wiedereinstellung von Günther Wolf, der dann den Chor auch in vielen mühevollen Singstunden auf das Vereinsjubiläum vorbereitete.

Vom 20. bis 22. August 1982 konnte der Liederkranz Eintürnen sein 75-jähriges Jubiläum feiern. Am Freitag fand in der Turn- und Festhalle das Festbankett statt. Teilnehmende Vereine waren der Musikverein Eintürnen, der Liederkranz Reute sowie der Männerchor Alttann. Nach der Aufführung des Mozartwerkes "Dir Seele des Weltalls" wurden mehrere Sängerinnen und Sänger geehrt. Am Samstagabend wurde im Festzelt ein Heimatabend durchgeführt. Am Sonntag wurde nach einer Totenehrung im Festzelt ein Fest-gottesdienst abgehalten. Pfarrer Reinhard Schacht zelebrierte den Gottesdienst unter der Mitwirkung des Musikvereins und des Jodelclubs "Bergbrünnli" aus Grenchen. Am Nachmittag brachten 18 Chöre verschiedene Lieder zum Vortrag.

Nachdem Chorleiter Günther Wolf zum 1. Juni 1983 gekündigt hatte, mußte man sich um einen neuen Dirigenten bemühen. So fand am 20. Mai 1983 die erste Singstunde unter Peter Lorenz aus Haidgau statt.

Bei der 57. Generalversammlung am 12. Juni 1983 wurde Markus Schmid zum Vorstand gewählt. Da der Chor zu dieser Zeit in sich uneinig war, hatte der neue Vorstand viel Mühe und Geduld aufzubringen, um wieder eine Kameradschaft aufzubauen.

Das erste Konzert unter Leitung von Peter Lorenz fand am 29. April 1984 in der Turn- und Festhalle statt. Es war dies ein Gemeinschaftskonzert von Liederkranz und Musikverein. In der Pause wurden Paula Kieble, Pia Miller und Xaver Kempter zu Ehrenmitgliedern ernannt. Das "Europalied" von Chor und Musik gemeinsam vortragen, bot einen herrlichen Schlußakkord.

Dank der Initiative von Schriftführer Josef Kathan wurde der Liederkranz Eintüren ab Juli 1984 ins Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen und nennt sich nun LIEDERKRANZ EINTÜRNEN e.V.

In Vereinbarung mit Pfarrer Wolff gestaltete der Liederkranz und Kirchenchor anläßlich des Kirchen-patroziniums am 10. November 1985 den Festgottesdienst mit der Orchestermesse "Missa fac bonum" von Valentin Rathgeber. Dirigent Peter Lorenz hatte diese Messe mit viel Mühe und Geduld mit dem Chor eingeübt. Da die Orchestermesse der letzte Auftritt von Peter Lorenz war, bedankte sich Vorstand Markus Schmid beim Stehempfang im Vorraum der Turnhalle bei Peter Lorenz für seine Chorleitertätigkeit. Peter Lorenz konnte aufgrund seines Studiums dem Chor nicht mehr zur Verfügung stehen.

Am 15. November 1985 fand die erste Singstunde unter der Leitung von Matthias Wolf statt. Matthias Wolf war nicht unbekannt, da er bereits seit zwei Jahren dem Chor als Ersatzdirigent zur Seite stand.

Vorstand Markus Schmid konnte nach einer Jugendchorwerbung am 11. April 1986 dreißig junge Sängerinnen und Sänger zur 1. Jugendchorsingstunde begrüßen. Chorleiter Matthias Wolf erklärte sich bereit, diesen Chor zu leiten.

Bei einer Ausschußsitzung am 10. Juni 1986 ist folgender Beschluß zu finden: " Für das Kirchenkonzert am 7. Dezember wurde auf Anregung des Chorleiters beschlossen, mit einheitlicher Kleidung aufzutreten. Für die Frauen gilt die Regelung - Langer schwarzer Rock und schneeweiße, ärmellange Bluse; Für die Männer gilt die Regelung - Schwarzer bis dunkelblauer Anzug und weißes Hemd. Krawatten werden vom Verein angeschafft. Jedes aktive Mitglied erhält für die Kleidungsanschaffung einen Zuschuß von 100 DM."

Seinen ersten Auftritt hatte der Jugendchor bei einem Kurkonzert am 4. Juli 1986 in Bad Wurzach. Mit viel Applaus wurden die Kinder für die Darbietung ihrer auswendig gesungenen Lieder bedacht.

Ein großer Erfolg für den Liederkranz, Kirchenchor und Jugendchor war die Aufführung des Oratoriums "St. Nikolaus" am 7. Dezember 1986 in der Kirche. Chorleiter Matthias Wolf verstand es in hervorragender Weise, dieses Werk mit den Stimmen aus dem eigenen Chor zu besetzen. So konnten auch die Solostellen von Josef Kathan (Tenor); Conny Fick (Sopran) und Markus Schmid (Bariton) gesungen werden.

Am 30. Mai 1987 wurde in der Turn- und Festhalle ein großes Jubiläumskonzert veranstaltet. Zum einen war der Liederkranz 80 Jahre alt, zum anderem bestand der Liederkranz seit 20 Jahren als Gemischter Chor. Das Festkonzert wurde gestaltetet vom Jubiläums-Chor, dem Jugendchor und dem Patenchor aus Reute.

Aufgrund seiner hervorragenden Leistung beteiligte sich der Jugendchor am 29.Mai 1988 zum 1. Mal an einem Gaujugendchortag des Oberschwabengaus in Wangen. nach dem Auftritt erfolgte ein Ausflug ins Eis- Tobel.

Ein weiterer kirchenmusikalischer Höhepunkt war das Kirchenkonzert am 18.Dezember 1988, wo unter der Leitung von Chorleiter Matthias Wolf das "Weihnachts-Oratorium" aufgeführt wurde. In der Zeitung war folgende Überschrift zu lesen: "Das Heilsgeschehen der Christnacht mit inniger Musik zu Herzen gebracht".

Da es Chorleiter Matthias Wolf aufgrund seines Kirchenmusikstudiums in Rottenburg nicht mehr möglich war, den Jugendchor zu leiten, wurde in einer Ausschußsitzung am 15. März 1989 Frau Daniela Nowacki aus Leutkirch als Leiterin für den Jugendchor eingestellt.

Der Grundstein für ein alljährliches Kameradschaftstreffen wurde am 30 . Juni 1989 gelegt. Das schon zur Tradition gewordene "Haselhof-Fest" wurde an diesem Abend mit Gesang, leiblichem Wohl und Feuerwerk abgehalten.

Der Jugendchor des Liederkranzes unter der Leitung von Frau Nowacki, sowie der Jugendchor aus Eberhardzell führten am 9. Dezember 1989 ein gemeinsames Weihnachtskonzert in der Kirche in Eintürnenberg auf.

Chorleiter Matthias Wolf schrieb für Liederkranz und Kirchenchor von Eintürnen eine eigene lateinische Weihnachtsmesse. Nach vielen Proben wurde dieselbe am 25. Dezember 1990 unter der Leitung von Vizechorleiter Markus Schmid beim Weihnachtsgottesdienst aufgeführt. An der Orgel wurde der Chor von Sangesschwester Elke Kreck begleitet. Matthias Wolf sei an dieser Stelle ein ganz herzliches "Vergelt's Gott" für dieses wunderschöne Werk gesagt.

Um die Vereinskasse etwas aufzubessern veranstaltete der Kinder- und Jugendchor am 1. Dezember 1991 in der Turn- und Festhalle in Eintürnenberg einen Weihnachtsbazar. Es wurden dabei viele Adventsgestecke und sonstige selbstgebastelte Artikel verkauft. Die zum Verkauf angebotenen Weihnachtsartikel wurden unter der Leitung von Daniela Nowacki und Gabi Wendlik in vielen abendlichen Stunden selbst hergestellt.

Ein gelungenes Beispiel über die Zusammenarbeit zwischen Schulchor und weltlichem Chor wurde am 20. Juni 1992 in der Turn- und Festhalle in Eintürnenberg demonstriert. So wurde unter der Leitung von Daniela Nowacki mit dem Kinder- und Jugendchor Eintürnen und dem Schulchor aus Gebrazhofen unter anderem ein Teil aus dem gesungenen Märchen von "Tabaluga" aufgeführt.

Ein großer Beitrag zum Erhalt der Kameradschaft wurde vom 21. bis 23. August 1992 geleistet. In diesen Tagen erlebten die jüngeren Sängerinnen und Sänger des Liederkranzes einen erlebnisreichen Aufenthalt auf einer Hütte in Thüringerberg im großen Walsertal.

Da Chorleiter Matthias nach Beendigung seines Studiums eine Anstellung als Kirchenmusiker in Bad Schussenried erhielt, und von dort aus noch zwei weitere Chöre zu betreuen hatte, war es ihm nicht mehr möglich, den Kirchenchor und Liederkranz von Eintürnen zu leiten. So wurde er bei einer Weihnachtsfeier am 21. Dezember 1993 nach einer 8-jährigen Chorleitertätigkeit verabschiedet.

Von Januar bis April 1994 wurde der gemischte Chor des Liederkranzes von Daniela Nowacki geleitet.

In einer Ausschußsitzung am 17. April 1994 wurde der erst 16 Jahre alte Kurt Susak aus Adelshofen als neuer Chorleiter vom Liederkranz und Kirchenchor eingestellt.

Beim Kirchenpatrozinium am 13. November 1994 konnte Kurt Susak sein kirchenmusikalisches Talent unter Beweis stellen. So führten die Kirchenchöre von Eintürnen und Haisterkirch beim Festgottesdienst die Orgelsolomesse von W.A. Mozart auf.

Bei der 69. Generalversammlung des Liederkranzes am 8. Januar 1995 wurde nach einer 12-jährigen Vorstandstätigkeit von Markus Schmid ein neuer Vorstand gewählt. Nach längerem Bitten konnte man Sangesbruder Berthold Leupolz überreden, sich zum neuen Vorstand wählen zu lassen. Berthold Leupolz nahm die Wahl zunächst für ein Jahr an.

Bei der standesamtlichen Trauung von Jugendchorleiterin Daniela Nowacki sang der Kinder- und Jugendchor am 22. Juni 1995 vor dem Standesamt in Wangen ein Ständchen. Ebenso umrahmten 14 Mädchen des Jugendchores die kirchliche Hochzeitsfeier am 8. Juli in Ohmden.

Ein Höhepunkt für den Kirchenchor und Liederkranz unter der Leitung von Chorleiter Kurt Susak war die Aufführung der "Krönungsmesse" von W.A.Mozart beim Kirchenpatrozinium am 12. November 1995.

Ein Zeichen des Gemeinsamen Singens wurde am 20. April 1996 gesetzt, als der Kirchenchor und Liederkranz sowie der Kinder- und Jugenchor in der Turn- und Festhalle in Eintürnenberg ein "Frühlingskonzert" aufführten.

Sein 10-jähriges Jubiläum konnte der Kinder- und Jugenchor am 13. und 14. Juli 1996 feiern. Am Samstagabend wurde ein Konzert zusammen mit dem Jugendchor aus Wolfegg veranstaltet, und am Sonntag fand nach einem Gottesdienst der Gau-Jugendchortag statt.

Am 25. Dezember 1996 umrahmte der Liederkranz und Kirchenchor den Weihnachtsgottesdienst mit der "Pastoralmesse" von K. Kempter. Die Solostellen wurden dabei von Sängerinnen und Sängern aus dem eigenen Chor vorgetragen.

Zum Zeichen der kulturellen Gemeinsamkeit veranstalteten der Musikverein Eintürnen und der Liederkranz am 15. März 1997 ein Gemeinschaftskonzert in der Turn- und Festhalle in Eintürnenberg.

Der Liederkranz Eintürnen besteht am 15. September 1997 aus 45 Sängerinnen und Sänger im gemischten Chor des Liederkranzes, und 45 Sängerinnen und Sänger im Kinder- und Jugendchor. Außerdem hat der Liederkranz 70 passive Mitglieder. Zum 90-jährigen Jubiläum darf sich der Liederkranz an 12 Ehrenmitgliedern erfreuen.

Viele Stunden ihrer Freizeit haben also Sängerinnen und Sänger in den vergangenen 90 Jahren geopfert, um die weltlichen und kirchlichen Anlässe feierlich zu gestalten. Damit der Chor auch in der heutigen Zeit bestehen kann, muß jedes Chormitglied viel Idealismus aufbringen. Es bleibt zu hoffen, daß sich auch weiterhin Sängerinnen und Sänger finden, die sich sowohl für den weltlichen als auch für den kirchlichen Gesang interessieren. Nur so wird der Verein mit seiner Tradition weiter bestehen können.

Möge der Jubiläums-Chor dem Leitspruch auf der neu restaurierten Vereinsfahne treu bleiben, der da lautet:

" In Freud und Leid zum Lied bereit "


In inniger Verbundenheit zum Liederkranz Eintürnen
Weitprechts, den 25. April 2003
Markus Schmid
 
Zur Zeit wird die Chronik ergänzt,
 
habt etwas Geduld.